Erfrischend und heilend – die Pfefferminze

Wer kennt ihn nicht – den belebenden Duft einer Minze? Vor allem der einer frischen Pflanze, die übrigens nicht nur im Garten, sondern auch prima auf dem Fensterbrett gedeiht und sich gerne ausbreitet. Die Pfefferminze und viele ihrer minzigen Schwestern werden so hoch geschätzt, weil sie erfrischen, kühlen, gut schmecken, Essen bekömmlicher machen und Schmerzen lindern. Schon die Römer und Griechen wussten bereits von der schmerzstillenden Eigenschaft der Minze und rieben die Blätter bei Kopfschmerz auf der betreffenden Stelle, was wir heute auf das stark wirksame ätherische Öl zurück führen können. Als erfrischender, kalter Tee oder in einer alkoholfreien Bowle genossen (s.u.) ist die Minze zudem ein ideales Sommergetränk. Um sie zu trocknen, sollten wir die Minze ernten, sobald die ersten Blütenquirle aufgehen. Frisch können wir mit ihr jederzeit Desserts, Salate, Getränke, Eintöpfe, Fischgerichte usw. verfeinern und unterstützen dabei gleichzeitig unsere Gesundheit durch ihre anregende, desinfizierende, verdauungsfördernde und entzündungswidrige Wirkung. Um Trinkwasser vor allem im Sommer länger frisch zu halten und ihm ein erfrischendes Aroma zu verleihen, können darin einfach einige Blätter kalt ausgezogen werden. Als Heiltee wird die Pfefferminze erfolgreich bei Magen- und Darmbeschwerden begleitet von Blähungen und Krämpfen eingesetzt und vermag Übelkeit zu lindern – inhaliert hilft uns der Tee außerdem bei hartnäckigem Husten oder Schnupfen. Wer trotz aller Verwendungsmöglichkeiten immer noch Minze übrig hat, kann mit ihr auch Tische abreiben, bevor Gäste kommen – dies ist ein alter Brauch und galt früher als Symbol der Gastfreundschaft.

Minzlikör
Drei bis vier Stängel Pfefferminzkraut in eine Flasche stecken, ca. ¼ der Flasche mit weißem Kandis füllen und Korn darüber gießen. Mindestens drei Wochen ziehen lassen und immer wieder schütteln.

Minzbowle
Zwei bis drei Minzzweige mehrere Stunden in einem Liter Apfelsaft ziehen lassen und immer wieder mit einem Esslöffel ausdrücken. Anschließend heraus nehmen und mit einer Flasche Mineralwasser strecken.

Pfefferminzgelee
Ca. 10 Stängel Pfefferminze über Nacht in ¾ l Apfelsaft legen, ausdrücken und den Saft eventuell durch einen Filter gießen. Den Saft einer Zitrone zugeben und mit 1 kg Gelierzucker nach Angaben der Herstellerfirma zu Gelee kochen. Noch heiß in Twist-Off-Gläser füllen.

Minzbalsam
25 g Vaseline etwas erwärmen und mit einem Stäbchen ca. 15 Tropfen natürliches Pfefferminzöl einrühren. Die Salbe kann bei Erkältungen, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen auf die Haut aufgetragen werden.

 

 

Erschienen: 
1. Juli 2005
Erschienen in: 
Stadtteilzeitung Rieselfeld