Erste Hilfe aus der Pflanzenwelt - der Spitzwegerich

Mit seinen unscheinbaren Blütenköpfchen und den langen, spitz zulaufenden Blättern begegnet uns dieser langjährige treue Rieselfeldbewohner auf Wiesen oder an Wegen und früher wurde seine Wurzel gar als Schutzamulett getragen. Es handelt sich hier um den Spitzwegerich, der unter Heilkräuterkundigen stets große Beachtung fand. Wer schon jemals einen juckenden Insektenstich, eine blutende Schürfwunde oder die unliebsamen Brennesselspuren mit Spitzwegerichsaft zu lindern versucht hat, weiß dieses Pflänzlein aufgrund seiner wundheilenden und entzündungshemmenden Eigenschaften sicher zu schätzen. Dazu werden 5 bis 10 Spitzwegerichblätter gepflückt und solange zwischen den Händen gerieben, bis der austretende Saft auf die betroffene Hautstelle aufgetragen werden kann. Oftmals wirkt es sofort - einfach mal selber ausprobieren! Übrigens: der Spitzwegerich ist außerdem eine wunderbare Lungenheilpflanze und auch ein leckeres Wildgemüse.

Erschienen: 
1. April 2001
Erschienen in: 
Stadtteilzeitung Rieselfeld